FAQ zu Domain Snapping, Domain Grabbing und .de-Domains
Domainwelt wirkt von außen gern wie ein kleiner Zirkus: Grabbing, Snapping, Flipping, Auktionen, Fristen, juristische Fragen. Hier findest du Antworten auf die häufigsten Fragen, die uns zu .de-Domains und unserem Snapping-Service gestellt werden – in normaler Sprache und ohne unnötiges Fachgelaber.
Wichtig vorweg: Wir machen Domain Snapping ausschließlich für .de-Domains. Die meisten Antworten hier sind deshalb speziell auf .de zugeschnitten. Andere Endungen funktionieren zum Teil anders, haben andere Fristen und oft auch andere rechtliche Rahmenbedingungen.
Wenn deine Frage hier nicht auftaucht oder du bei einem Punkt unsicher bist, melde dich einfach kurz. Manchmal klärt ein fünfminütiges Gespräch mehr als zehn Seiten FAQ, zumal bei Domainthemen gern einiges durcheinander gerät.
Häufige Fragen rund um Domain Snapping & Co.
Was ist Domain Grabbing?
Unter Domain Grabbing versteht man grob gesagt das massenhafte Registrieren von Domains, meist in der Hoffung, sie später teurer weiterzuverkaufen. Teilweise geht es dabei auch darum, Tippfehler-Domains oder Domains mit bekannten Marken zu sichern, um daraus einen Vorteil zu ziehen – sei es finanziell oder einfach als Druckmittel.
Der Begriff ist negativ belegt, weil es oft nicht darum geht, selbst ein seriöses Projekt aufzubauen, sondern nur darum, andere zu blockieren oder abzukassieren. Ob etwas rechtlich zulässig ist, hängt stark vom Einzelfall ab, von Markenrechten, Namensrechten und davon, wie die Domain konkret genutzt wird. „Domain Grabbing“ an sich ist kein eigener Straftatbestand, kann aber in bestimmten Konstellationen juristisch angreifbar sein.
Was ist Domain Snapping?
Domain Snapping meint den Versuch, eine Domain in dem Moment zu registrieren, in dem sie nach Kündigung oder Ablauf beim Registrar wieder frei wird. Bei .de-Domains bedeutet das: Die Domain durchläuft bestimmte Phasen, wird schließlich gelöscht und ist dann wieder ganz normal registrierbar – wenn man im richtigen Augenblick zugreift.
Im Unterschied zum klassischen „Grabbing“ geht es beim Snapping meist um ganz konkrete Domains, für die es bereits eine Historie gibt: alte Firmenadressen, stark verlinkte Projekte, wichtige E-Mail-Strukturen. Unser Fokus liegt genau auf solchen Fällen, bei denen Domain Snapping eine realistische Chance sein kann, ein bischen Ruhe in das Chaos zu bringen.
Was ist Domain Flipping?
Domain Flipping ist im Grunde das „Fix & Flip“ aus der Immobilienwelt, nur mit Domains. Jemand kauft oder registriert eine Domain, hält sie eine Weile und verkauft sie später zu einem höheren Preis weiter. Manchmal steckt ein echtes Projekt dahinter, manchmal nur die Hoffnung, dass jemand anderes die Adressse irgendwann unbedingt haben möchte.
Das an sich ist nicht verboten. Entscheidend ist immer, ob Rechte Dritter verletzt werden und ob Marken- oder Namensrechte betroffen sind. Für unsere Arbeit als Snapping-Dienst ist Flipping eher ein Umfeldthema: Wir schauen, ob eine Domain typischer „Flipping-Kandidat“ ist und ob deshalb mehr Wettbewerb beim Snapping zu erwarten ist.
Wie lange dauert es, bis eine gekündigte .de-Domain wieder frei ist?
Das hängt davon ab, wie die Domain gekündigt wurde und über welchen Anbieter sie lief. Bei .de-Domains gibt es grundsätzlich feste technische Abläufe, aber in der Praxis mischen Hoster, Fristen, interne Prozesse und automatische Sperrzeiten mit hinein.
Einfach gesagt: Nach Kündigung oder Auslaufen dauert es nicht „immer exakt X Tage“, sondern es gibt Zeitfenster, in denen etwas passieren kann. Genau diese Zeitfenster sind für Domain Snapping spannend. Wir prüfen im Einzelfall, wie der Status aussieht und ob sich ein Versuch zeitlich überhaupt planen lässt oder ob das Kind leider schon komplett in den Brunnen gefallen ist.
Gibt es eine Garantie, dass Domain Snapping funktioniert?
Nein, eine Garantie wäre schlicht unseriös. Beim Domain Snapping konkurrieren oft mehrere Anbieter darum, eine frei werdende Domain zum richtigen Zeitpunkt zu registrieren. Dazu kommen teilweise unbekannte Faktoren, zum Beispiel andere Akteure, die im Hintergrund ebenfalls versuchen, die Domain zu bekommen.
Was wir machen können: Wir schätzen die Chancen ein, erklären dir offen, wie wir die Lage sehen und sagen dir auch ehrlich, wenn wir die Erfolgsaussichten für sehr gering halten. Wenn wir gemeinsam einen Versuch starten, dann immer mit klarer Absprache und dem Grundsatz „Kein Erfolg, keine Kosten“ – aber eben ohne 100-Prozent-Versprechen.
Kann man eine Domain einklagen?
In bestimmten Fällen kann man rechtlich gegen eine Domain vorgehen, ja. Ob das sinnvoll ist, hängt stark von der Konstellation ab: Gibt es eingetragene Markenrechte? Ist der eigene Name betroffen? Wird die Domain so genutzt, dass Verwechslungen oder Rufausnutzung entstehen? Oder clever gesagt: Nur weil einem eine Domain „besser gefallen“ würde, heißt das nicht, dass man automatisch ein Recht darauf hat.
Wir selbst bieten keine Rechtsberatung an und treten auch nicht als Anwälte auf. Wenn wir bei einem Fall merken, dass ein juristischer Weg relevanter sein könnte als Domain Snapping, sagen wir das dazu und empfehlen, mit einer spezialisierten Kanzlei zu sprechen. Beides – rechtlicher Weg und Snapping – sind unterschiedliche Werkzeuge, die man nicht einfach in einen Topf werfen sollte.
Ist Domain-Hogging illegal?
Unter Domain-Hogging versteht man oft das Horten von Domains, ohne sie wirklich zu nutzen, nur um sie anderen wegzunehmen oder später teuer zu verkaufen. Das fühlt sich für Betroffene verständlicherweise unfair an, ist aber nicht automatisch illegal.
Ob etwas rechtlich angreifbar ist, hängt wieder von Markenrechten, Namensrechten, Wettbewerbsrecht und der konkreten Nutzung ab. Eine Person, die viele generische Domains hält, macht sich nicht automatisch strafbar. Eine Domain, die offensichtlich auf eine fremde Marke abzielt, kann dagegen durchaus Ärger nach sich ziehen.
Was ist der Unterschied zwischen Domain Snapping und einem einfachen Domainkauf?
Ein normaler Domainkauf passiert meistens direkt beim Hoster oder bei einem Domainhändler: Domain ist frei, du bezahlst, bekommst sie, fertig. Beim Domain Snapping geht es darum, eine Domain in einem sehr kurzen Zeitfenster abzufangen, wenn sie nach Löschung wieder frei wird – und zwar oft in Konkurrenz mit anderen, die genau dasselbe vorhaben.
Man kann es sich so vorstellen: Domainkauf ist wie ein ruhiger Besuch im Laden, Domain Snapping eher wie das Öffnen der Tür am Black Friday. Es gibt einen Moment, in dem alle gleichzeitig starten. Unser Job ist, in diesem Moment für deine .de-Domain technisch bestmöglich vorbereitet zu sein und vorher zu prüfen, ob sich der Stress überhaupt lohnt.
Was kostet Domain Snapping bei Domain-Snapping.de?
Es gibt bei uns keinen Einheits-Preis, den man stumpf aus einer Tabelle ablesen kann. Der Aufwand hängt davon ab, wie wichtig die Domain ist, wie die Ausgangslage aussieht und wie viel Konkurrenz wir erwarten. Eine kleine Nischendomain mit wenig Historie ist etwas anderes als eine zentrale Firmenadresse, an der Mails, Logins und viel Sichtbarkeit hängen.
Grundsätzlich arbeiten wir aber mit klar vereinbarten Festpreisen im Erfolgsfall. Wir sprechen vorher mit dir, erklären, wie wir den Fall einschätzen und nennen dir dann einen Betrag, der nur dann fällig wird, wenn die .de-Domain am Ende wirklich bei dir landet. Kein Erfolg, keine Kosten – und keine versteckten Gebühren, die erst später plötzlich um die Ecke kommen.
Wenn du wissen möchtest, in welcher Größenordnung sich ein Versuch für deinen konkreten Fall bewegen würde, melde dich einfach kurz telefonisch oder über die Kontaktseite. Eine grobe Einschätzung geben wir dir gern ohne großes Tamtam.
Warum sollte ich nicht einfach selbst bei Auktions- oder Snapping-Plattformen bieten?
Kannst du natürlich machen. Die Frage ist nur, ob es klug ist. Viele Auktions- und Snapping-Plattformen zeigen öffentlich, auf welche Domains geboten oder Backorders gesetzt werden. Damit signalisierst du sehr deutlich: „Hier ist eine Domain, die irgendwem wichtig ist.“ Und genau das kann andere neugierig machen, die vorher vielleicht gar kein Auge darauf hatten.
Je mehr Sichtbarkeit eine Domain im Auktionsumfeld bekommt, desto eher steigt am Ende der Preis oder die Konkurrenz. Unser Ansatz ist bewusst leiser: Wir arbeiten direkt und diskret im Auftrag unserer Kunden, ohne dass ihr Interesse überall offen herumliegt. Das weckt weniger „schlafende Hunde“ und erhöht in vielen Fällen die Chancen, nicht in einem teuren Bietwettbewerb zu landen, der am Ende doch jemand anderes gewinnt.
Wenn du trotzdem selbst experimentieren möchtest, ist das völlig okay. Wenn du aber eine .de-Domain hast, bei der viel dranhängt, kann es sich lohnen, vorher einmal kurz mit uns durchzusprechen, welche Strategie am meisten Sinn ergibt, bevor du aus Versehen unnötig Aufmerksamkeit erzeugst.
Wenn deine Situation nicht so recht in eine der Fragen passt oder du eine Einschätzung zu einer ganz konkreten .de-Domain brauchst, meld dich gern direkt. Lieber einmal kurz gesprochen, als lange zu grübeln und dann doch irgendwas zu klicken, das später schwer rückgängig zu machen ist.